Für den Frühschoppen zur 100 Jahrfeier von der Theatergruppe Hohenweiler wurde ich als Whiskyman gebucht und habe auf der "Bühne im Freien" performt.
 
 
Den Whiskyman kann jeder buchen, aber wann und warum? Sie brauchen ein lustiges Break in Ihrem Programm?
 
Die Figur des Whiskyman ist eine gelungene Abwechslung für ihre Veranstaltung.
Ein gut gekleideter und sehr adretter Mann kommt auf die Bühne, ein wenig steif (Englisch like) um sein Produkt an die Frau bzw. an den Mann zu bringen.
Den Johnny Walker Whisky!
 
Souverän performt er seinen einstudierten Werbespruch und genehmigt sich danach selber eine kleine Probe um dem Publikum das Getränk schmackhafter zu machen. Scheinbar trinkt er selber keinen Whisky: Weil es ihm plötzlich die Stimme verschlägt, er läuft rot an, hustet und versucht sich wieder zu sammeln Mit ein wenig schwächlicher Stimme, performt er so gut er noch kann, seinen einstudierten Werbespruch und geht ab.
 
Eine halbe Stunde später kommt er wieder auf Ansage des Moderators. Er ist nicht mehr so souverän aber doch noch annehmbar. Nicht mehr so steif vielleicht, ein wenig lockerer könnte man sagen. Er performt wie bei ersten Mal und wieder verschlägt es im die Stimme beim Proberinken. Nicht mehr so wie vorher aber doch noch. Und er geht ab.
 
Wieder eine halbe Stunde später kommt er auf Ansage des Moderators. Nicht sofort aber er kommt. Er sieht sehr mitgenommen aus, souverän? Nie und nimmer! Er schwankt und kann nicht mehr gut sprechen, vergisst seinen Namen, verschüttet das gute Getränk, sein souveränes performen des Werbespruches ist nicht mehr bzw. kaum mehr vorhanden, und das Probetrinken was vorher noch gepflegt mit einem Glas  zelebriert wurde, wird zum wilden „aus der Flasche saufen“ Und er geht ab, irgendwie aber er geht.
 
Eine halbe Stunde später wird er vom Moderator aufgefordert noch einmal zu kommen. (der Werbevertrag mit dem Sponsor verlangt dies, oder so ähnlich) Er kommt zeitverzögert, keine Souveränität mehr vorhanden und total besoffen schwankt er taumelnd von der einen Seite zur anderen mit dem Ziel irgendwie in die Mitte der Bühne zu kommen. Die anfangs noch volle Whisky Flasche ist nun endgültig leer, hält diese aber noch fest in seiner Hand. An der Mitte der Bühne angelangt, versucht er sich gerade zu halten, was nicht wirklich zu funktionieren scheint. Er schafft es, er steht fast gerade und ruhig da, macht er den Ansatz zu sprechen was leider nicht geht. Er sieht ins Publikum und fällt nun ganz langsam wie ein Stein zu Boden. Aus und vorbei! Helfer müssen ihn von der Bühne ziehen, weil für ihn der Tag endgültig gelaufen ist.
 
"Macht einfach nur Spaß dem Typen zu zusehen." So der Obmann Kurt Rupfle von den Hohenweilern.